Details
Weitere Details
09.04.2026
Deutsch
320 S.
2.8 x 22.4 x 14.8 cm
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
produktsicherheit@beck.de
Wilhelmstraße 9
DE 80801 München
Die Buchhandlung der Exilanten
Paris 1940 - Zuflucht und Widerstand
Unser Tipp für Sie
Uwe Neumahr komplettiert mit diesem leicht lesbaren Buch die Geschichte von zwei buchhändlerischen Legenden. Meist findet man Literatur über Sylvia Beach und Ihre Amerikanische Buchhandlung „Shakespeare and Company“ in Paris. Über die Geschichte der Buchhandlung ihrer Freundin Adrienne Monnier mit dem schönen Namen „La Maison des Amis des Livres“, die sich in Paris in der Rue de l'Odéon genau gegenüber befunden hat, fehlten mir noch viele Informationen. Vor allem auch über die Zeit des zweiten Weltkrieges.
Beide Buchhandlungen waren seit den 1920er Jahren die Anlaufstelle für viele Schriftsteller, die damals noch keine großen Namen hatten wie beispielsweise James Joyce, Ernest Hemingway, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Pablo Picasso und viele mehr. In beiden Buchhandlungen trifft sich die Avantgarde der Literatur und der Kunst.
Mit Beginn des zweiten Weltkrieges ändert vieles für Adrienne und Sylvia. Nun versuchen Sie vor allem ihre Freunde Walter Benjamin, Gisèle Freund, Siegfried Kracauer und viele andere vor der Verhaftung und dem Abtransport in Lager zu retten. Still und heimlich leisten Sie helfende Untergrundarbeit. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf Adrienne Monnier und holt sie damit aus dem Schatten von Sylvia Beach. Das ist eine große Leistung, die diese Französin schon lange verdient gehabt hätte.
Uwe Neumahr hat Archive studiert und daraus eine Geschichte geformt von den Anfängen großer Literatur und Kunst, von Verfolgung und Gewalt und vor allem von der immensen Menschlichkeit dieser beiden Frauen. Nach der Lektüre von Sylvia Plaths Memoiren vor einiger Zeit hat dieses lesenswerte Buch den Eindruck der damaligen Zeit perfekt komplettiert und mir noch einmal ganz andere Facetten aus dem Leben dieser beiden engagierten Buchhändlerinnen nähergebracht. Es ist sehr erstaunlich, was damals in Paris möglich war und wie mutig Syliva und Adrienne gewesen sind.