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Buchtipps

Der Inspektor ist krank. Aus heiterem Himmel hat es Morse ins Krankenhaus verschlagen. Es ist durchaus ernst diesmal und Ruhe und Genesung ist angesagt. Sein getreuer Sergeant Lewis versorgt ihn heimlich mit Schnaps und Lektüre, aber für Morse wird ein Buch immer interessanter, das sein Zimmernachbar hinterlassen hat - es geht um historische Kriminalfälle. Ein mysteriöser Mordfall aus dem Jahr 1859 erregt seine Aufmerksamkeit.

Mit viel Gefühl erzählt Fatma Aydemir vom Leben einer türkischen Gastarbeiterfamilie. Jeder kommt zu Wort, jede Perspektive klingt ganz anders und erzählt doch eine Variation derselben Melodie. 

Annabel Wahba erzählt mit starken autobiografischen Einfärbungen die deutsch-ägyptische Geschichte ihrer Familie. Die Hauptfigur des Buches heißt ebenfalls Annabel und ist das vierte Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter und als einzige in Deutschland geboren. Die gemeinsamen Erinnerungen der großen Geschwister an Ägypten kann sie leider nicht teilen, das empfindet sie als Leerstelle im Leben. Doch eine „Deutsche“ ist sie auch nicht.

Nach „Noah“ ist dies mein zweites Buch von Takis Würger und wieder kann ich die negative Kritik, die es hierzu von honoriger Seite gibt, nicht nachvollziehen. 

Eines Morgens wacht Anders, ein weißer Mann, auf und stellt fest, dass seine Haut sich unleugbar tiefbraun gefärbt hatte. Anders meldet sich krank, will die Wohnung nicht mehr verlassen. Doch irgendwann ist der Kühlschrank leer. Er muss einkaufen gehen und erfahren, wie es ist, in einer weißen Gesellschaft dunkelhäutig zu sein. Anders fühlt sich beobachtet, verdächtigt, kritisch beäugt.

Das neue Buch von Isabel Allende spielt in einem fiktiven Land in Südamerika. Das gibt ihr die literarische Freiheit politische Ereignisse aus vielen südamerikanischen Ländern in die Geschichte einfließen zu lassen. Das Leben von Violeta del Valle wird erzählt. Ein hundertjähriges Leben zwischen 1920 und 2020 wird es sein. Brilliant erzählt, vor allem zu Beginn mit viel feinsinnigem Humor, der mich oft zu lachen brachte.

Daniela Dröscher erzählt in „Lügen über meine Mutter“ von einer Kindheit in einem Arbeiterhaushalt im Rheinland. In lebendigen Szenen werden der Alltag und die Mechanismen dieser Ehe aus der Kinderperspektive plastisch geschildert.  

Nachhaltig leben das bedeutet für mich so zu leben, dass die uns anvertraute Schöpfung nicht durch mein Zutun oder Nicht-Tun zerstört wird.  Diese einzige – uns geschenkte – Erde, die wir haben mit allen Menschen, Tieren und Pflanzen darauf, gilt es zu bewahren. Damit hat Nachhaltigkeit für mich immer das Ganze im Blick und reduziert sich dadurch nicht auf einzelne Lebensbereiche.

Mit Beginn der Sommerferien räumen drei Schwestern die Wohnung der verstorbenen Mutter. Die Konstellation ist ungewöhnlich: es sind drei Generationen, die sich hier treffen. Mercedes ist bereits 48, Mia 32 und Matea, die jüngste, erst 16. Sie sind sich fremd, nicht zusammen großgeworden und müssen nun mehr voneinander erfahren, als ihnen lieb ist.

Zeitgenössische ungarische Autor:innen erzählen in dieser Märchensammlung traditionelle Märchen auf ungeahnt diverse Weise. Damit wollen sie mehr Akzeptanz für benachteiligte Menschen und Angehörige der LGBTQ-Gemeinde schaffen.