Pälzer G'SCHICHTE, GEDICHTE un e bissel DUMM ZEICH

ISBN/EAN: 9783982176604
Sprache: Deutsch
Umfang: 200
Format (T/L/B): 23,0 x 16,0 cm
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„Houchdeitsch hockt hinner de Schädeldeck – Pälzisch im Bauch“, sagt Wilfried Berger. Kein Zweifel: Der sanfte Poet, der schon häufig mit Preisen bei den Mundartwettbewerben Dannstadter Höhe und Bockenheim bedacht worden ist, schreibt seine Texte aus dem Bauch heraus. In de Muddersprooch halt. Im südpfälzischen Essingen geboren und aufgewachsen, lebt der ehemalige Lehrer heute im kleinen Dorf Lobsann im Elsass. An seiner innigen Liebe zur Pfalz und zum Pfälzischen hat das nichts geändert. Was hat er zu erzählen? „‘s ganze Lewe halt“, sagt er. Mit unverfälschtem Dialekt, leisem Humor und anrührenden Texten führt der 84-Jährige sein Publikum zurück in die Kindheit, in die dörfliche Welt. Er erinnert sich an Kriegs- tage, kommentiert schicksalhafte Ereignisse des Lebens, sinniert über Freuden und Plagen des Alters. Doch hält er auch manches literarische Trostpflästerchen bereit, das Freunde der pfälzischen Mundart schmunzeln lässt. In diesem Buch sind Wilfried Berger’s schönste Gedichte und Geschichten versammelt, von ihm selbst ausgewählt.
Wilfried Berger wurde im Mai 1936 in Essingen bei Landau geboren. In diesem Dorf der Südpfalz liegen die Wurzeln seiner Geschichten und Gedichte. Zwar wohnte die Familie in Speyer, doch während des Krieges, als der kleine „Stadtschisser“ zeitweise bei den Essinger Großeltern leben durfte, am Bach spielte und Elstern im Hasenkasten großzog, sind für Wilfried Berger prägend und unvergesslich geworden. Die Sprache der Großeltern und der damaligen Dorfbuben ist bis heute die seine geblieben. Die väterliche Blechfabrik war für den jungen Mann kein Lebensziel. Mit dem Ruf: „... alleweil werd ich Schullehrer!“ wandte er sich einem Beruf zu, der mehr Lebensglück verhieß. Im Hunsrück und in der Pfalz hat er unterrichtet, Handball und die Orgel gespielt, Chöre dirigiert, Junglehrer ausgebildet und bei manchem Schulkind mit selbst komponierten Kinderliedern und Gedichten  die Freude am Dialekt geweckt. Privat zog es ihn ins Elsass. Seit nunmehr 30 Jahren lebt Wilfried Berger in einem Fachwerkhäusel im kleinen Dorf Lobsann.  Dort hat er jahrelang im elsässischen Mundarttheater mitgewirkt und keiner hat gemerkt, dass er ein Deutscher ist. Was seine pfälzischen Mundarttexte betrifft, ist Wilfried Berger ein Spätberufener. Erst als Pensionär schuf er, inspiriert von der La Fontaine-Fabel „Le Corbeau et le Renard“ das Gedicht „De Grabb und de Fuchs“ und traute sich 2005 am Mundartdichterwettstreit in Bockenheim teilzunehmen. Er gewann auf Anhieb den 1. Preis und den Publikumspreis. Diesen Spitzenplatz holte er 2013 ein weiteres Mal. Für seine CD „Pfälzer Lyrik und Prosa“ wurde ihm der Dr. Dautermann-Preis verliehen. Noch erfolgreicher war der Pfälzer Poet mit Gedichten und Prosatexten beim Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe: sechs 1. Preise und der Kulturpreis des Rhein-Pfalz-Kreises sind bis heute seine erfreuliche Bilanz.