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Buchtipps - Belletristik

Annie Ernaux, geboren 1940, zählt in Frankreich zu den bedeutendsten Autorinnen des Landes. Der Suhrkamp Verlag verlegt ihr Werk nun seit ein paar Jahren auch in Deutschland in der Übersetzung von Sonja Finck. Schlicht heißen die Bücher einfach: „Die Scham“, „Eine Frau“, „Die Jahre“….  

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet.

Terje hat schon lange Sehnsucht nach Madagaskar. Als junger Mann hat er auf dem Fahrrad die Welt bereist und hat diese besondere Insel nie vergessen.

Ein humorvolles Lehrstück für Klein und Groß darüber, dass Besitz, den man nicht teilt, einsam machen kann: Das Eichhörnchen liebt Bäume. Und vor allen Dingen liebt es SEINEN Baum. Es liebt es, die Zapfen SEINES Baumes in dessen Schatten zu essen. Und es hält überhaupt nichts von der Idee, SEINEN Baum, dessen Schatten und dessen Zapfen mit anderen zu teilen. 

Kreisch! Mein erster Stephen-King-Roman. Hat sich gelohnt, so lange zu warten mit der Lektüre, bis sich meine Vorurteile gelegt haben. Ein sehr guter Unterhaltungsroman mit literarischem Schwergewicht.  

„Das Sinnen und Trachten des Menschenherzens ist böse von Jugend auf!“ Wenn Sie mit christlicher Religion vertraut sind, kommt Ihnen dieses Zitat aus dem 1. Buch Mose vielleicht bekannt vor. Doch nicht nur in der Religion herrscht die Vorstellung, dass die Menschen dem Grund nach schlecht sind, dass das Böse quasi von Geburt an in ihnen liegt. Es scheint die herrschende Vorstellung auch in Politik und Forschung und in den Köpfen der Menschen generell.

Lesen Sie doch mal antizyklisch: Wenn alle Welt jetzt Marcel Prousts Groß-Epos lobt, nehmen Sie die 3.000 Seiten kürzere Lektüre eines nicht minder wertvollen Russen.

Ein ganzer Reigen besonderer Frauen kommt hier zu Wort. Die unterschiedlichsten Lebensentwürfe, Rollen, Entscheidungen britischer, schwarzer Frauen werden hier lebendig. Bernadine Evaristo erzählt lebensnah und vielschichtig von den großen und kleinen Herausforderungen aus dem Leben ihrer Protagonistinnen, jede auf ihre Weise anders sind.

Damit hat Rupert von Schleewitz nicht gerechnet: als er auf Einladung eines ehemaligen Schulfreundes bei einem Treffen in Potsdam ein berühmtes Caravaggio-Gemälde betrachtet, zückt der Freund ein Messer und sticht erregt auf das Gemälde ein. Große Aufregung und Rätselraten über das Motiv folgen. Als das Gemälde auf dem Transport zur Reparatur gestohlen wird, kommt die Kunstdetektei Schleewitz ins Spiel. Ein dubioser Auftraggeber möchte das Gemälde wiederhaben, fordert aber Diskretion.

„Gute Leute zu allen Zeiten“ stellt Ludwig Burgdörfer in seinem neuen Buch vor. Gute Leute, die ihn ein Stück seines Lebensweges begleitet und deutliche Spuren hinterlassen haben. Gute Leute aus der Großfamilie auf dem heimatlichen Bauernhof, gute Leute aus dem kleinen Dorf am Donnersberg und gute Leute aus der Pfalz und weiter her, die ihm Wegbegleiter in beruflicher Zeit waren und zum Teil heute noch sind.